Neue Zeitrechnung im 34. Jahr der Deutschen Einheit: ZEISS stellt auch in Jena die Uhren auf 35-Stunden-Woche

Historischer Erfolg für die IG Metall – Rückenwind für die Tarifrunde

Jena (2. Oktober 2024) – Bei den ZEISS-Betrieben in Jena hat eine neue Zeitrechnung begonnen: Am Gründungsstandort des Weltkonzerns gilt seit 1. Oktober 2024 die 35-Stunden-Woche. Für die Angleichung hat die IG Metall mehr als drei Jahrzehnte gekämpft. Die Vereinbarung aus 2022 wurde in mehreren Schritten umgesetzt, die letzte Arbeitszeitverkürzung von 36 auf 35 Stunden erfolgte zum 1. Oktober 2024.

IGM Zeiss Jena 35 – Trio

„ZEISS geht als Innovationsführer voran und führt als erster Großbetrieb in Ostthüringen die 35-Stunden-Woche ein. Bei der Arbeitszeit hat der in Baden-Württemberg ansässige Konzern im 34. Jahr der Deutschen Einheit die Angleichung vollzogen. Die Zeissianerinnen und Zeissianer haben sich diesen Erfolg mit gewerkschaftlicher Stärke erkämpft. Diesen Rückenwind nehmen die Metallerinnen und Metaller aus ganz Thüringen in die laufende Tarifrunde mit,“ so Christoph Ellinghaus, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Jena-Saalfeld und Gera.
„Für alle Zeissianerinnen und Zeissianer hat eine neue Zeitrechnung begonnen. Beim Kampf der IG Metall für die 35-Stunden-Woche ging es um mehr Zeit für Erholung oder Familie ebenso wie um mehr Gerechtigkeit. Dass ZEISS nun innerhalb von zwei Jahren nicht nur schneller, sondern auch ein Jahr früher als benachbarte Großkonzerne die 35-Stunden-Woche eingeführt hat, spricht ebenso für unsere gewerkschaftliche Kampfkraft wie für die zukunftsorientierte Innovationskraft unseres Unternehmens,“ so Lars Fischer und Jan Buchheister von der IG Metall-Vertrauenskörperleitung bei ZEISS.
Die IG Metall Gera und Jena-Saalfeld vertritt über 14.000 Mitglieder in Ostthüringen. Sie ist Ansprechpartnerin für alle Fragen der Arbeitswelt in den Bereichen Metall- und Elektroindustrie, Textilindustrie, textile Dienste, Holz- und Kunststoffindustrie sowie den dazugehörigen Handwerken.