Kino schafft Zukunft. Kino hat Zukunft: Verbände der Filmwirtschaft luden zur kinopolitischen Soiree

“Kino hat Zukunft, Kino schafft Zukunft” – HDF KINO und SPIO luden in Zusammenarbeit mit dem VdF zur parlamentarischen Soiree am 13. September 2018 in den Berliner Zoo Palast. (Fotos: SPIO / PRBüro Martin)

Berlin, 14. September 2018 – Was braucht das Kino der Zukunft? Welche wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung hat es und vor welchen Herausforderungen steht es? Diese Fragen standen im Zentrum der kinopolitischen Soiree „Kino schafft Zukunft. Kino hat Zukunft“, zu der die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V. (SPIO) und der HDF KINO e.V. (Hauptverband Deutscher Filmtheater) gestern in Zusammenarbeit mit dem Verband der Filmverleiher e.V. (VdF) Gäste aus Politik und Filmbranche in den Zoo Palast eingeladen hatten. Vor der Diskussion dieser Fragen stellten hochrangige Redner ihre Perspektiven vor:

„Die Bundesregierung hat die Sicherung der Zukunft des Kinos im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Das ist nicht nur wirtschafts-und kulturpolitisch richtig, sondern auch gesellschaftspolitisch. Denn das Kino ist der Ort, an dem Menschen unerwartete Erfahrungen machen und damit soziale Kompetenzen erlangen. Jedes Kino übrigens. Und deshalb ist auch jedes Kino ein Kulturort.“  Alfred Holighaus, Präsident der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO)

SPIO-Präsident Alfred Holighaus (v. r. n. l.) beim Podiumsgespräch über die aktuellen Krisen und Chancen des Kinos in Deutschland mit Martin Turowksi (Geschäftsführer Burgtheater Ratzeburg), Dr. Gregory Theile (Geschäftsführer Kinopolis), Oliver Koppert (Geschäftsführer Constantin Film Verleih) und Dr. Christof Bartsch (Bürgemeister Brilon).

„Das, was der Kinomarkt gerade leistet, ist eine der größten Investitionen im freien Markt in den letzten 50 Jahren. Aber es lohnt sich: Wenn uns der Staat unterstützt, erhält er seine Investitionen innerhalb kürzester Zeit durch Steuern und Abgaben der Kinos wieder zurück. Eine Win-Win-Situation für alle.“ Dr. Thomas Negele, Vorstandsvorsitzender HDF KINO

„Für einen Wirtschaftsstandort im ländlichen Raum ist es von besonderer Bedeutung, attraktive Lebensbedingungen zu gewährleisten. Nur so können junge Fachkräfte gewonnen werden, ohne die eine Aufrechterhaltung und Fortentwicklung des erreichten Niveaus undenkbar ist. Neben vielen anderen Faktoren trägt ein Kino in hervorragender Weise zur Standortattraktivierung bei.“ Dr. Christof Bartsch, Bürgermeister der 27.000-Einwohner-Stadt Brilon in Nordrhein-Westfalen

„Wir wollen die Kultur im ländlichen Raum stärken durch ein Zukunftsprogramm Kino und setzen damit den Koalitionsvertrag um. Das Programm soll den Kulturort Kino auch außerhalb von Ballungsgebieten erhalten, damit der kulturell anspruchsvolle Kinofilm in der Fläche wirkt.“ Ministerialdirektor Dr. Günter Winands, Amtschef bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

„Wir hoffen sehr, dass ein breiter Kulturbegriff Anwendung findet. Auch Kinocenter und Multiplexe sind grundsätzlich Orte der kulturellen Vielfalt. Wer das Kino in der Fläche erhalten und stärken will, darf keinen engen Arthaus-Ansatz anwenden.“ Johannes Klingsporn, Geschäftsführer des Verbands der Filmverleiher VdF.

Speaker (v. l. n. r.) bei der kinopolitischen Soiree „Kino schafft Zukunft. Kino hat Zukunft“ am 13. September 2018 im Berliner Zoo Palast: Alfred Holighaus (SPIO-Präsident), Johannes Klingsporn (VdF-Geschäftsführer), Dr. Thomas Negele (HDF KINO-Vorstandsvorsitzender), Dr. Günter Winands (Ministerialdirektor im BKM), Iris Berben (Präsidentin Deutsche Filmakademie), Martin Turowksi (Geschäftsführer Burgtheater Ratzeburg), Oliver Koppert (Geschäftsführer Constantin Film Verleih), Dr. Christof Bartsch (Bürgemeister Brilon) und Dr. Gregory Theile (Geschäftsführer Kinopolis)

„Kino holt das Große ins Kleine, das Globale ins Lokale. Es stiftet Verbundenheit, initiiert Kommunikation, ist öffentlich und intim zugleich. Und setzt damit auch ein Zeichen gegen Vereinsamung und Verrohung – die immer häufiger und deutlicher zu spürenden Risiken und Nebenwirkungen der Digitalisierung.“ Iris Berben, Präsidentin Deutsche Filmakademie

In der anschließenden Paneldiskussion besprachen Kinopolis-Geschäftsführer Dr. Gregory Theile, der Geschäftsführer des Burgtheaters Ratzeburg Martin Turowski, der Geschäftsführer des Constantin-Film-Verleihs Oliver Koppert und Bürgermeister Dr. Christof Bartsch die aktuellen Krisen und Chancen des Kinos in Deutschland. Auch in dieser Runde bestand kein Zweifel an der Zukunftsfähigkeit Kinos. Es bestand aber auch kein Zweifel, dass die Branche investieren muss – und dafür politische Unterstützung benötigt. Zum Abschluss der Veranstaltung waren die Gäste aus Politik und Branche eingeladen zur Berliner Premiere des neuen Films von Michael Bully Herbig „BALLON“, die ebenfalls im Zoo Palast stattfand.

Die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V. (SPIO) vertritt die Interessen der deutschen Film- und Videowirtschaft in den Sparten Filmproduktion, Filmverleih, Filmtheater und Audiovisuelle Medien. Als Dachverband von 20 Berufsverbänden repräsentiert sie mehr als 1.100 Mitgliedsfirmen. Ziel der SPIO ist es, den deutschen Film in seiner Vielfalt, Qualität und internationalen Wahrnehmung zu stärken und seine Wettbewerbsfähigkeit als Wirtschafts- und Kulturgut zu sichern. www.spio.de

Kontakt für Presseanfragen
Julia Piaseczny, Referentin European Affairs, Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V.
Telefon: 030/25794452, E-Mail: piaseczny@spio.de

Pressefotos zum Download
http://spio-fsk-newsletter.de/pressefotos-kinopolitischen-soiree.htm

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